RhineStream JazzBand

Alex Schuhböck
Akkordeon
1930 – 2014

Schuhboeck_MH_sw.jpg (69904 Byte)

Er war sicher einer der bekanntesten  Musikerpersönlichkeiten im gesamten Rhein-Neckar-Raum. Als Alleinunterhalter und in allen möglichen Besetzungen vom Duo bis zum Orchester hat er sich einen wohlklingenden Namen in fast allen Sparten des Musiklebens gemacht. Kaum ein Musikstück, das er nicht kannte und natürlich auch spielte: vom Volkslied und Schlager über Operetten- und  Musicalstücke bis zum Jazz fast aller swingenden Stilrichtungen. Aber er war nicht nur ein gefragter Musiker, sondern auch ein lieber Freund mit einem unerschöpflichen Reservoir an Witzen und Anekdoten. 
Was hatte dieser Mann Humor! Dass man über seine ständig sprudelnden Witze und Sprüche "generationsübergreifend" herzlich lachen konnte, machte ihn zu einer seltenen, geradezu herausragenden Persönlichkeit im oft so harten Musik-Geschäft.

"Alleinunterhalter" - so die selbst gewählte Berufsbezeichnung, trifft sein Wirken ganz gut, auch wenn er immer wieder mal mit größeren Besetzungen auftrat. Durch seine Vielseitigkeit und seine Musikalität war er vor allem ein virtuoser Musiker, der von allen Kollegen sehr geschätzt wurde. Er spielte übrigens kein Akkordeon mit "Klaviertastatur", sondern ein sog. Knopfakkordeon. "Damit kann man viel schneller spielen, als mit Tasten.", so sein Kommentar hierzu.

Er war ein Hüne von Gestalt und musikalisch ein Riese, und noch nicht einmal bei der Geburt hatte Alex Schuhböck klein angefangen, wie er uns oft erzählte: Stattliche zwölf Pfund wog er, als er auf einem Bergbauernhof bei Rosenheim auf die Welt kam. Sein Vater brachte die Familie schon bald nach Mannheim, wo der sechs Jahre alte Alex von nun an aufwuchs. Seiner bayerischen Heimat blieb er dennoch verbunden, den meist trat er in bayerischer Kleidung auf: Weste, Janker und bisweilen gar Lederhosen, und ein leicht bayerischer Tonfall schwang immer in seiner Stimme.

Seine Liebe zu seinem Instrument, das ihm sein Vater Alois schenkte, als er zwölf war, verließ in zeitlebens nie; in den 50er und 60er Jahren spielte er häufig in den umliegenden Clubs der US-Army, war ein fester Bestandteil - ja ein Original - der kurpfälzischen Fastnacht, gab Konzerte im Kurhaus Baden-Baden, in der Alten Feuerwache (MA), bei "Jazz im Quadrat" und auf der Seebühne, und  swingte mit vielen Jazzformationen der Metropolregion, etwa mit Wolf Kaiser oder den Monnem Swing All Stars, vor allem aber mit der RhineStream JazzBand. Noch 2012 spielte er mit uns in Ungstein, war da aber schon von seiner schweren Krebserkrankung gezeichnet. 

Sein Familie, seine Freund und Musikkollegen und alle, die ihn erleben durften, trauern um den "Mann mit der Quetsch".

Text enthält einige Passagen aus dem Nachruf von Roger Scholl (MM 23.Juli 2014)

Zu den anderen Seiten unserer Homepage:

Erste Seite   Allg. Infos   Gäste   Presse   Referenzen   Aktuell   CDs   Kontakt   Termine   Galerie