RhineStream JazzBand

Günther "Mack" Mackowiak
Posaune, Klavier, Gesang
5.Aug. 1938 - 13.Aug. 2011

 

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Mack Mackowiak  war sowohl ein hervorragender Posaunist, als auch ein versierter Pianist und ein ganz außergewöhnlicher guter Sänger, der trotz seiner überragenden Musikalität niemals überheblich, arrogant oder gar egoistisch war.
Er konnte gut zuhören, das Gehörte je nach Stimmungslage emotional umsetzen und in seiner individuellen musikalischen Sprache mitteilen. Wo auch immer er mitspielte, konnte er sich stets gut in das Teamwork einer Band integrieren, sei es im Band-dienlichen oder solistischen Musikverständnis.
Und das alles als reiner Autodidakt, der sich all das Musikalische selbst beibrachte, der weder Noten lesen konnte, noch über Harmoniekenntnisse verfügte und trotzdem nicht nur richtig, sondern auch stilistisch stets der Situation angepasst spielte – eine sehr seltene Begabung.
Geboren wurde er in Marburg, wo er schon als junger Kerl in den dortigen Jazz- und Tanzbands mitwirkte, zunächst als Pianist, dann als Posaunist + Sänger in verschiedenen Marburger Formationen. Schon bald wurde er mit seinem kraftvollen Posaunenspiel so bekannt, dass er auch überregional engagiert wurde und zweitweise sogar seinen Hauptberuf aufgab, um nur noch Musik zu machen. 
Dadurch hatte er bald ein unglaublich großes Repertoire an Jazz-Titeln auswendig im Kopf, auch populärer Popmusik stand er aufgeschlossen gegenüber, und sehr häufig verblüffte er Publikum und Mitspieler mit musikalischen Zitaten, die er elegant in ein anderes Stück einfließen lies.
Mitte der 70er Jahre übersiedelte er nach Wald-Michelbach (ODW) und hatte auch wieder einen festen Beruf beim Verlag Chemie. Nichtsdestotrotz spielte er weiter in zahlreichen Formationen ganz Süddeutschlands
z.B. bei d
en "Washhouse Stompers", den "Neckartown Jazzbabies", dem "Jazz-Dampfer" (u.a. mit Freddie Münster und Peter Rückert), der "Euro-Combo" (Tanz- und Unterhaltungsmusik, u.a. mit Armin Schaefer), den "Woog City Stompers", den "Blues-Station Ramblers", den "Bavarian Jazz-Cats", bei der "Friedrich Geldern Band", mit der "RhineStream Band" u.v.a.m.
Mit der ein oder anderen Bands tourte er durch die halbe Welt: er gab Konzerte in Großbritannien (mit dem "Jazz-Dampfer"), in den USA (mit den "Neckartown Jazzbabies"), in Spanien, der Schweiz, Frankreich, Schweden, Österreich, sogar Japan und spielte mit diversen Bands auf zahlreichen Kreuzfahrtschiffen.
Dennoch fand er nach seiner Pensionierung noch die Zeit,
das mittlerweile sehr bekannte "Odenwald-Jazz-Festival" ins Leben zu rufen, für das er viele bekannte Jazzgrößen gewinnen konnte, etwa Anke Helfrich, Joy Fleming oder Jochen Brauer. 
Eine Anekdote:
Auf einer Hochzeitsfeier sollte er einen Opernsänger begleiten, der Operettenlieder vortragen wollte. Dieser legte Mack ein Bündel Notenblätter hin mit der Bitte dies zu spielen.
Wörtlich sagte Mack zu ihm: „Sie können mir Blätter mit chinesischen Schriftzeichen – und diese noch umgekehrt – geben, ich kann sie nicht abspielen.“  Auf die Frage, welche Stücke da eigentlich vorgetragen werden sollten nannte der Sänger vier Titel. Sie einigten sich auf drei davon, die Mack ohne jeglichen Stolperer virtuos begleitete, denn er hatte die Operettenmelodien irgendwann schon einmal gehört.
Das war unser Mack!

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